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Feldenkrais, Moshé (1994): Der Weg zum reifen Selbst. Phänomene menschlichen Verhaltens. Padernborn: Junfermann Verlag. 3-87387-126-2.
Hier ist ein strukturierter Entwurf für ein fachlich fundiertes Abstract zu Moshé Feldenkrais’ absolutem Haupt- und Grundlagenwerk:

Abstract
Feldenkrais, Moshé: Der Weg zum reifen Selbst. Phänomenologische Untersuchungen zur Menschlichkeit. (Originaltitel: Body and Mature Behavior. A Study of Anxiety, Sex, Gravitation, and Learning). Junfermann Verlag, Paderborn.

Inhaltliche Zusammenfassung
In Der Weg zum reifen Selbst legt Moshé Feldenkrais (1904–1984) das wissenschaftliche und neurobiologische Fundament der nach ihm benannten somatischen Methode dar. Feldenkrais untersucht das menschliche Verhalten als eine unrennbare Einheit aus vier Elementen: Bewegung, Empfindung, Denken und Gefühl. Ausgangspunkt seiner Analyse ist die physikalische Gegebenheit der Schwerkraft und wie das menschliche Nervensystem lernt, sich in ihr aufzurichten und zu orientieren.

Feldenkrais zeigt auf, dass Angst, Traumata und chronischer Stress zu spezifischen, reflexartigen Muskelanspannungen führen (dem sogenannten Furcht-Reflex), die sich bei ständiger Wiederholung als Haltungsmuster im Nervensystem festsetzen. Das Ergebnis ist eine unvollständige oder gestörte Ausreifung der Persönlichkeit. Echtes „reifes Verhalten“ definiert Feldenkrais als die Fähigkeit des Organismus, im Zustand dynamischer Neutralität zu verweilen und auf Umweltreize mit emotionaler und physischer Flexibilität – ohne unnötige parasitäre Muskelspannung – zu reagieren. Da Bewegung die am leichtesten zugängliche und veränderbare Komponente des Nervensystems ist, wird die Schulung der kinästhetischen Wahrnehmung und der motorischen Differenzierung zum zentralen Schlüssel für die emotionale, geistige und körperliche Nachreifung des Menschen.

Somatische Relevanz und Wirkungsgeschichte
Das bereits 1949 im englischen Original erschienene Werk gilt als einer der kühnsten und vorausschauendsten Texte der Somatik und der frühen Embodiment-Forschung. Es schlug Jahrzehnte vor der modernen Neurobiologie die Brücke zwischen Hirnforschung, Physik, Psychoanalyse und Bewegungslehre. Für BewegungstherapeutInnen, KörpertherapeutInnen und PädagogInnen liefert das Buch das theoretische Fundament dafür, warum die Arbeit an der kinästhetischen Selbstwahrnehmung direkte Auswirkungen auf das emotionale Erleben und das gesamte menschliche Verhalten hat.



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